Felicitas Viola Reuß von Plauen

Darstellung:
Freifrau, Heilerin

 

Mitglied seit:

2016


Hintergrundgeschichte:

Geboren 1427 als Tochter von Roland Reuß von Plauen und Margarete von Brandenburg.

Von klein auf reiste ich mit meinen Eltern durch Deutschland, selten waren wir zu Hause, mehr bei meinem Großvater Friedrich I von Brandenburg in Nürnberg oder auf einer anderen Burg von ihm.

1431 auf dem Reichstag in Nürnberg verbrachte ich viel Zeit mit den Pagen des Hofes. Faszinierte, es mich doch mehr draußen herumzutollen als brav bei der Kinderfrau zu verweilen. Mein Vater ließ mir dererlei Narreteien durchgehen, wurde ich doch immer sehr von ihm verwöhnt. Er erkannte mein Interesse an Büchern und sorgte dafür, dass ich Unterricht bekam. Schnell lernte ich Lesen und Schreiben in verschiedenen Sprachen, sehr zum Missfallen meiner Mutter. Mein Vater ließ sich nicht beirren und versprach mir zudem, dass ich im Kloster St. Hildegard die Heilkunst studieren dürfte. Leider erkrankte er schwer und wir mussten viel Zeit zu Hause in Weida verbringen. Diese Zeit nutzte meine Mutter und sorgte dafür dass ich die Künste der Frauen erlernte. Das Nähen und Sticken fiel mir sehr schwer, die Zeit die ich in der Küche verbringen durfte, genoss ich sehr. Dort erlernte ich auch die ersten Heilkünste und versuchte mich in der Pflege kranker Tiere. 1439 verstarb Roland Reuss von Plauen und meine Mutter kehrte mit mir an den Hof ihres Vaters zurück. 

1440  vererbte mir Friedrich I von Brandenburg ein Gut in der Nähe von Nürnberg. Nach erneuter Heirat meiner Mutter mit Ludwig VIII Herzog von Bayern-Ingolstadt, bat ich sie das Versprechen meines Vaters einzulösen und mich in das Kloster St. Hildegard in Eibingen zu schicken, um dort die Lehren von Hildegard von Bingen studieren zu dürfen. Hier verbrachte ich eine glückliche Zeit. Im Klosterhospiz pflegte ich viele Kranke und konnte dort meine erlernten Fähigkeiten einsetzen.

1445 kam Conrad II von Nachtrab verletzt in das Hospiz. Ich erkannte den Freund aus Kindertagen, den ich als Kind schon bewundert habe, und verliebte mich in ihn. Meine Mutter und mein Stiefvater hatten kein großes Interesse mich in eine Ehe ihrer Wahl zu zwingen, so willigten sie ein, dass ich Conrad heiraten durfte.

Auch mein Mann erkannte schnell, dass ich mich nicht gerne in Heim und Herd verbannen ließ und nahm mich bei seinen Reisen mit. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und auch musizierte zusammen. Auf unseren Reisen lernten wir Helmut von Ronsberg und Alicia de Saenz kennen und schlossen uns Ihnen an.